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Die Gründung des Vereins FC Yellow Star wurde bei den Hochzeitsfeierlichkeiten von Fritz Slosar am 17. Februar 1973 beschlossen und von seinem Cousin, Johann Slosar, in die Tat umgesetzt. Noch während dieser eher privaten Festlichkeiten ließ sich der künftige Obmann des Klubs von den anwesenden Familienangehörigen und Freunden ihre Mitwirkung an dem neuen Verein bestätigen und wenig später gingen die administrativen und sportlichen Aktivitäten los.
Zunächst musste man sich um die Basis eines Fußballvereins - Dressen und einen Ball - kümmern und organisierte daher eine Sammlung, um diese Dinge anschaffen zu können. Als nächstes wurde eine Sportanlage gesucht, auf der man die „Heim-Spiele austragen konnte und fand sie in Kaiserebersdorf.
Am 6. Juni 1973 wurde der FC Yellow Star offiziell gegründet.
Johann Slosar trat als erster Obmann des Vereins in Erscheinung. Fritz Slosar (der Junior) übernahm das Amt des Schriftführers, das er viele Jahre ausübte, während der Senior zunächst im Hintergrund agierte und erst später zum Ehrenpräsidenten avancierte. Als 1. Kassier wurde Engelbert Wagner gewählt.
Die Gegner waren zu diesem Zeitpunkt Vergnügungsteams oder Wirtshausteams, ehe man an einem Betriebsmannschaftsturnier teilnahm. Der Wunsch der Spieler war jedoch, in die Meisterschaft des Wiener Fußballverbandes einzusteigen, was ab der Saison 1974/75 auch gelang. Man spielte nun in der 4. Klasse mit dem Ziel, so rasch als möglich aufzusteigen. (Zu diesem Zeitpunkt spielte in der 3. Klasse die bereits seit 1971/72 tätige und schon nach einem Jahr aufgestiegene Mannschaft von VSM Simmering). Die erste Meisterschaft war bereits ein halber Erfolg, denn nach gutem Verlauf holte sich Yellow Star den Herbstmeistertitel. Zum Meister reichte es in dieser Saison leider noch nicht. Im Gegenteil, es sollte noch einige Jahre dauern.
War natürlich das vordringlichste Ziel des neuen Fußballclubs, den Sport auszuüben, stand jedoch nicht ausschließlich der Fußball im Vordergrund. Zahlreiche Aktionen wurden in dieser Zeit organisiert. So zählten nicht nur Autobusreisen zu Sportveranstaltungen und Turnieren für die Aktiven und deren Angehörigen, sondern auch Hilfsaktionen für Behinderte und Kinder, Muttertagsveranstaltungen für Seniorinnen, aber auch Aktionen für den Amateursport zum weit gefächerten Programm des Vereins. Aus dieser Zeit stammt die - natürlich subjektive - Bezeichnung „FC Yellow Star - der letzte Amateurverein“.
Im Anschluss an die Saison 1976/77 (bedingt durch Umstrukturierungen des Unterhauses der Wiener Liga spielte man in der 2. Klasse B) kamen die beiden Vereine FC Yellow Star (9.) und VSM Simmering (12.) überein, sich zu fusionieren und künftig als „FC Yellow Star - Simmering“ in Erscheinung zu treten. An die Spitze des Vereins kam Ex-Kassier Engelbert Wagner, um jedoch kurze Zeit danach von Rudolf Gremsl ersetzt zu werden. Als Kassier wurde „VSM-Zugang“ Hermann „Binki“ Mair gewählt, der dieses Amt fast zwei Jahrzehnte ausüben sollte.
Die Umstrukturierungen im Wiener Unterhaus gingen in der Folge weiter, obwohl sich die Stärke der Wiener Vereine nicht wesentlich veränderte. Eine diese Änderungen bewirkte, dass der FC Yellow Star in der Saison 1982/83 in die 1. Klasse C eingeteilt wurde und dort am Ende der Saison den 11. Rang belegte. Trotzdem fand man sich ein Jahr später in der 3. Klasse A wieder.
Während auf sportlicher Ebene ein neuerlicher Ansturm auf den Meistertitel geplant wurde, spielte sich auch auf anderer Ebene einiges ab. Unter anderem wurde eine Aktion „Gesamte Familie wieder auf den Sportplatz!“ ins Leben gerufen, in deren Rahmen Gespräche mit Bezirksvorsteher Otto Mraz, Sportstadtrat Franz Mrkvicka und Bezirksstadtrat Johann Hatzl erfolgten, bei denen Forderungskataloge hinterlegt wurden.
In der Saison 1984/85 - die Mannschaft war in der Zwischenzeit außerhalb des Bezirks auf dem Rennweger Platz „beheimatet“ - gewann der FC Yellow Star - Simmering schließlich alles, was in dieser Saison zu gewinnen war: Herbstmeistertitel, Cup-Bewerb der 3. Klassen, Pfingstturnier in Latisana-Lignano, etc. und letztendlich auch die Meisterschaft. Damit verbunden war natürlich der langersehnte Aufstieg in die 2. Klasse A.
Während sich die Mannschaft in der Folge in dieser Klasse etablierte (Placierungen zwischen 4. und 13. Rang wechselten sich ab) und ab der Saison 1986/87 wieder im Bezirk spielte (ESV Ostbahn XI), machte sich der Verein vor allem in kultureller Hinsicht einen Namen. Neben den alljährlichen Sportlerfesten wurden auch andere Veranstaltungen organisiert, wie z. B. ein Rockkonzert mit „Koni - Spurnsichern“, ein Frühschoppen mit den Strebersdorfer Buam, usw. Regelmäßige Freizeitclub-Abende mit Tischtennis-, Tischfußball- und Billard-Turnieren standen stets auf dem Programm. Langjähriger „Clubchef“ war Herbert Hofmann, der sich nicht nur als Kassier einen Namen gemacht hatte, sondern in der Frühzeit auch als Trainer der Mannschaft in Erscheinung getreten war. Daneben gab es spezielle Veranstaltungen für Kinder und dazu am 9. Mai 1987 die Kinderspielplatz-Eröffnung auf dem Ostbahn XI-Platz.
Seit der Saison 1992/93 ist Yellow Star auf dem Simmeringer Platz „daheim“. Ein Jahr zuvor war unser Klub maßgeblich an der Organisation eines Bezirksfußballturniers, anlässlich der 100-jährigen Zugehörigkeit Simmerings zu Wien beteiligt. Als Spiegelbild dieser Veranstaltung organisierte der FC Yellow Star zwischen 1993 und 1996 jährlich ein Hallenfußball-Turnier der Simmeringer Mannschaften in der Florian Hedorferstraße. Ab 1997 wird dieses Turnier für Hobby-Mannschaften ausgeschrieben.
Am 30. Juni 1984 wurde der bis dahin als Obmann-Stellvertreter agierende Robert „Bobo“ Kovanda zum Obmann gewählt und bekleidete dieses Amt bis zur Generalversammlung am 16. Dezember 1997, um bei dieser – nach dem Ausscheiden als Hauptverantwortlicher - zum Ehrenpräsidenten gewählt zu werden. Sein Bestreben als Obmann und Sportchef des Klubs in mehr als 10 Jahren, abermals Meister zu werden und in die 1. Klasse aufzusteigen wurde in der Saison 1996/97 erfüllt. Leider hielt sich die Mannschaft, die gerade nach dem Aufstieg den Abgang einiger Mannschaftsstützen verkraften musste, nur zwei Jahre in der 1. Klasse und stieg nach der Saison 1998/99 wieder in die 2. Klasse ab. Seit 1999 wird nun versucht, abermals den Sprung in die 1. Klasse zu schaffen. Und dieser Versuch sieht derzeit – wir schreiben das Jahr 2002 – gar nicht so schlecht aus, ist aber eigentlich erst für die Saison 2002/03 wirklich beabsichtigt.
Auf Veranlassung des damaligen Obmannes Robert Kovanda gibt der Verein seit 1985 eine eigene Vereinszeitschrift heraus („Yellow Star“), damit die Anhänger und Freunde auch dann informiert werden können, wenn sie nicht regelmäßig bei den Aktivitäten des Vereins dabei sind. Organisator und „Chefredakteur“ dieser Zeitschrift ist Manfred Gruber, der vom Schriftführer-Stellvertreter zum Sekretär, dann zum Obmann-Stellvertreter und nun wieder zum Sekretär avancierte. Doch auch die kulturelle Seite konnte sich in den vergangenen Jahren sehen lassen. So fanden nicht nur viele Veranstaltungen statt, sondern auch anlässlich des 20-jährigen Bestandes des Vereines am 20. Mai 1993 ein großes Fest auf der Simmeringer Sportanlage (mit Gerald Pichowetz, Günter Seidl und Ulli Bäer, sowie einem zweifachen sportlichen Zusammentreffen Yellow Star - 1. Simmeringer SC). Am selben Tag wurde auch eine Fotoausstellung „WIE WA(H)R YELLOW STAR - SIMMERING - 20 JAHRE RÜCKBLICK IM ZEITRAFFER“ eröffnet. Höhepunkt dieses Jubiläums war aber sicher das Fest im Simmeringer Zentrum am 16. Oktober 1993 mit „Mandy und die Bambis“. Die Organisation dieses Jubiläums hatte der langjährige Schriftführer, Obmann-Stellvertreter und Vorsitzende der Sektion Kultur, Ing. Fritz Slosar, übernommen, um jedoch bei der darauf folgenden Generalversammlung aus dem Präsidium auszuscheiden.
In den letzten Jahren hatte der FC Yellow Star – Simmering wenige „Hoch’s“, aber sehr viele „Tief’s“ zu überstehen. Zunächst übernahm am 16. Dezember 1997 Walter Rybnicek die Führung des Vereins. Nach dessen Rücktritt leitete Edi Beyer ab 9. Juni 1999 den Verein, um jedoch bereits am 10. März 2000 dieses Amt an Erhard Weber abzutreten.
Schließlich konnte mit dem neuen Obmann Josef Zanitzer die Gefahr der Auflösung des Vereins am 7. Juni 2001 abgewandt werden.
Mit einem neuen Vorstand, in dem wieder viele Personen aus vergangenen, erfolgreichen Zeiten aktiv wurden und einem Trainer (Wolfgang Zmek), der weit über seine Agenden aktiv ist, wird das Ziel, den Verein wieder auf gesunde Beine zu stellen und dort zu halten, immer wahrscheinlicher und es ist zu hoffen, dass dieses Ziel - den Wiederaufstieg zu schaffen – in einer der nächsten Jahre auch gelingt.
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